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20. März 2018
20 Mrz 2018

Ich bin Fotograf, fotografiere aber nicht alles!

Letztens mit einem Kollegen unterhalten – auf meine Frage was er denn so fotografiert, meinte er nur: eigentlich alles was so anfällt. Ist das jetzt gut oder schlecht?


Ich traf diesen Kollegen auf einer Veranstaltung auf der wir beide als Fotografen engagiert waren. Wir haben uns vorher nicht gekannt, kamen aber natürlich in Arbeitspausen miteinander ins Gespräch. Unter natürlich ist man dabei neugierig und fragt was der jeweils andere denn so macht. Und dann kommt natürlich auch die Frage auf was man überhaupt fotografiert, welche Art von Aufträgen man annimmt. Der Kollege: Firmenveranstaltungen, Hochzeiten, Portraitshootings – eben alles was so anfällt.

Und da habe ich dann darüber nachgedacht, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Denn ich fotografiere nicht alles und nehme nicht jeden Auftrag an. Baby-Shootings mache ich z.B. nicht, das liegt mir nicht so, das können andere besser. Ebenso nehme ihn nicht jede Art Hochzeit an, ich erkundige mich immer vorab welche Art von Bilder gewünscht werden und wie der Zeitplan am Hochzeitstag aussieht. Denn wenn der Tag sehr verplant ist und z.b. für das Brautpaar-Shooting nur sehr wenig Zeit bleibt, dann lehne ich meistens ab. Ein gutes Hochzeits Fotoshooting braucht Zeit – mindestens zwei Stunden – wenn es kürzer ist dann wird es stressig (auch auch für mich), und ich kann nicht die Bildqualität liefern die ich liefern möchte. Daher lehne ich solche Aufträge lieber ab.

Was will ich damit sagen? Nach einigen Jahren Tätigkeit als Fotograf weiß man was einen interessiert, was einem liegt und was einem nicht so liegt. Ich möchte nur Aufträge annehmen die mir liegen, wo ich meine bestmögliche Leistung abliefern kann damit hinterher der Kunde auch ich zu 100% zufrieden ist.
Das bedeutet aber auch dass ich mich vorab mit jedem Auftrag und mit jedem Shooting auseinandersetze und mir genau überlege, was und wie ich fotografiere. Egal ob als Pressefotograf, Eventfotograf, Hochzeitsfotograf oder auch bei einem Portrait-Fotoshooting.

Und auch der Auftraggeber, oder besser gesagt die Anforderungen des Auftraggebers, müssen zu mir passen. Das ist jetzt überhaupt nicht überheblich gemeint, aber Fotografie ist eben eine Form von Kunst und ob sie einem gefällt ist immer subjektiv, daher ist es ganz wichtig, dass Fotograf und Auftraggeber zusammenpassen.

Ich bin daher der Meinung dass man nicht jede Art von Fotos machen sollte und nicht jeden Auftrag der so anfällt annehmen sollte. Fotografen gibt es ja genug, und was mir nicht so liegt liegt vielleicht einem Kollegen und umgekehrt. Aber wenn ich fotografiere was mir liegt dann fühle ich mich wohl beim Shooting, kann richtig gute Bilder machen und der Kunde ist zufrieden. Also eine Win-Win-Situation. 🙂

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